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<title>Weinbau</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Weinbau</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Weinbau</b>, <b>Weinanbau</b> oder <b>Rebbau</b> (Schweiz) werden in <a href="Weinbaugebiet" title="Weinbaugebiet">Weinbaugebieten</a> synonym verwendet. Die Begriffe bezeichnen die <a href="Kultivierung" title="Kultivierung">Kultivierung</a> (auch die Wissenschaft) von <a href="Edle_Weinrebe" title="Edle Weinrebe">Reben</a> zum Zwecke der Gewinnung von Trauben, um daraus <a href="Wein" title="Wein">Wein</a> herzustellen. Der Weinbau wird vom <a href="Winzer" title="Winzer">Winzer</a> (auch als <i>Weinhauer</i>, <i>Weinbauer</i> oder <i>Weingärtner</i> bezeichnet) betrieben. Die Herstellung des Weines erfolgt im Keller (Weinkellereien, Winzereien). Alle Arbeiten und Einrichtungen, die für die Herstellung des Weines erforderlich sind, werden in der Kellerwirtschaft behandelt. Sie wird auch als <a href="%C3%96nologie" title="Önologie">Önologie</a> bezeichnet.
</p><p>Der Weinbau beinhaltet die Geschichte, die Verbreitung und wirtschaftliche Bedeutung der Rebe, die Organe des Rebstockes, die Rebsorten und Rebenzüchtung, Rebenvermehrung, Neuanlage, Pflanzung, Pflegemaßnahmen (Rebschnitt, Erziehung, Bodenpflege und Düngung) und den Pflanzenschutz (Nützlinge, Krankheiten, Schädlinge, Sonstige Schädigungen), Produktionsmethoden im Weinbau, Ausbildungsmöglichkeiten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Geschichte_des_Weinbaus" title="Geschichte des Weinbaus">Geschichte des Weinbaus</a></i></div>
<p>Die weiten Gebiete südlich des Kaspischen Meeres und des Zwischenstromlandes (<a href="Euphrat" title="Euphrat">Euphrat</a>, <a href="Tigris" title="Tigris">Tigris</a>) bis zum Persischen Golf gelten als Entstehungszentren der Weinrebe (Kulturrebe – Vitis vinifera) und des Weinbaus. Schon 5000 v. Chr. lässt sich im Südkaukasus (heute <a href="Weinbau_in_Georgien" title="Weinbau in Georgien">Georgien</a>), sowie in der <a href="Vorderasien" title="Vorderasien">vorderasiatischen</a> Landschaft <a href="Sumer" title="Sumer">Sumer</a> (heute südlicher <a href="Irak" title="Irak">Irak</a>) erstmals der Anbau von Weinreben durch Menschenhand nachweisen. Der Weinbau breitete sich von dort im gesamten <a href="Naher_Osten" title="Naher Osten">Nahen Osten</a> aus, und etwa 1700 v. Chr. kultivierten auf <a href="Kreta" title="Kreta">Kreta</a> die Minoer Edelreben. Griechische Kolonisten dürften im 7./6. Jh. v. Chr. erstmals Rebstöcke nach Gallien (Massalia → Marseille) gebracht haben.
</p><p>Im September 2008 barg ein Team aus armenischen, irischen und US-amerikanischen Archäologen in einer Höhle, <i>Areni 1</i>, auch „Vogelhöhle“ genannt, Tontöpfe<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und eine Weinpresse. Auf etwa 4000 v. Chr. schätzen Archäologen der <a href="University_of_California%2C_Los_Angeles" title="University of California, Los Angeles">University of California</a> die Weinpresse. Die Presse, mit der <a href="Weintraube" title="Weintraube">Weintrauben</a> der heutigen Gattung <i>Vitis vinifera</i> verarbeitet wurden, und die dazugehörenden Tonkrüge zeigen, dass sich die Weinproduktion bereits in einem gut entwickelten Stadium befunden haben muss.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verbreitung_und_Bedeutung">Verbreitung und Bedeutung</h2></div>
<p>Die Rebe stellt bestimmte Klimaansprüche und gedeiht in der gemäßigten Klimazone. Auf der nördlichen Halbkugel liegt die Anbauzone etwa zwischen dem 30. (20-°C-<a href="Isotherme" title="Isotherme">Isotherme</a>) und 50. Breitengrad (10-°C-Isotherme). Auf der südlichen Halbkugel der Erde liegt die Anbauzone zwischen dem 30. und 40. Breitengrad. Reben gedeihen von sehr heißen (<a href="S%C3%BCdkalifornien" title="Südkalifornien">Südkalifornien</a>) bis zu kühlen (<a href="England" title="England">England</a>, <a href="Luxemburg" title="Luxemburg">Luxemburg</a>), von sehr feuchten bis zu sehr trockenen Anbaugebieten (<a href="Central_Valley" class="mw-redirect" title="Central Valley">Central Valley</a> in Kalifornien). Reben werden auf <a href="Steillagenweinbau" title="Steillagenweinbau">steilen</a> Hängen (<a href="Moseltal" title="Moseltal">Moseltal</a>, <a href="Wachau" title="Wachau">Wachau</a>, <a href="Duero" title="Duero">Douro-Tal</a>, <a href="Ahrtal" title="Ahrtal">Ahrtal</a>, <a href="Ruwertal" title="Ruwertal">Ruwer</a>) und auf ebenen Flächen kultiviert. Die Kultivierung ist in den verschiedenen Gebieten sehr unterschiedlich (Handarbeit, Maschineneinsatz). Auch die <a href="Stockdichte" title="Stockdichte">Bepflanzungsdichte</a> variiert von 10.000 Reben/ha (<a href="Bordeaux" title="Bordeaux">Bordeaux</a>, <a href="Champagne" title="Champagne">Champagne</a>) bis 600 Reben/ha (<a href="Vinho_Verde" title="Vinho Verde">Vinho-Verde-Region</a> in Portugal). Die nördlichsten Weinbaubetriebe finden sich auf Gotland sowie in der Nähe des <a href="Kernkraftwerk_Olkiluoto" title="Kernkraftwerk Olkiluoto">Kernkraftwerkes Olkiluoto</a>, wobei Letzterer mit <a href="Abw%C3%A4rme" title="Abwärme">Abwärme</a> des Kernkraftwerks beheizt wird.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Weinbau ist eine der ältesten spezialisierten Agrarkulturen. Der Anbau der Rebe prägt die Landschaft und die Wirtschaft ganzer Gebiete. Umgekehrt spiegeln die Landschaft, der Boden mit seiner Mineralität und die klimatischen Bedingungen sich im Wein wider, was der Franzose mit dem weit gefassten Begriff „<a href="Terroir" title="Terroir">Terroir</a>“ für die Standortbedingungen umschreibt. Heute besinnt man sich auf die Natur und die natürlichen Lebensgrundlagen, aber auch auf Tradition und so kommt den Weinbaugebieten als Erholungsraum und dem Betrieb als Arbeitsstätte steigende Bedeutung zu. In den letzten drei Jahrzehnten hat sich die weltweite Weinbaufläche maßgeblich verändert. Eine massive Intensivierung des Weinanbaus erfolgte ab dem 20. Jahrhundert in den „neuen Weinbauländern“ (Kalifornien, Südafrika, Südamerika, Australien oder Neuseeland), dem Rückgänge in den klassischen Weinbauländern (Europa, Kaukasus und Mittelmeerraum) gegenüber stehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weltweinbauflächenentwicklung"><span id="Weltweinbaufl.C3.A4chenentwicklung"></span>Weltweinbauflächenentwicklung</h3></div>
<p>In der Einleitung eines Berichtes der <a href="Internationale_Organisation_f%C3%BCr_Rebe_und_Wein" title="Internationale Organisation für Rebe und Wein">Internationalen Organisation für Rebe und Wein</a> (OIV) steht (unter Nutzung von Tha für tausend Hektar):
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Nach dem starken Wachstum bis Ende der 70er Jahre waren die weltweit bestockten Rebflächen aufgrund der Förderungsmaßnahmen der Europäischen Union (EU) für Rodungen sowie der massiven Rodungen in der ehemaligen UdSSR rückläufig.
Dieser Rückgang hielt, wenn auch in geringerem Ausmaß, bis 1998 an. Zu diesem Zeitpunkt erreichten die weltweiten Rebflächen mit 7,6 Mio. ha ihren tiefsten Stand seit 1950. Danach kam es im Zeitraum 1998–2002 zu einem Anstieg, der bis 2000 sogar als schnell einzustufen ist (zwischenjährliches Wachstum über 1,4 %) und die Rebflächen erreichten 7,9 Mio. Hektar.
Die 2007 verzeichneten Ergebnisse lassen darauf schließen, dass es nach diesen Jahren des Aufschwungs wieder zu einer Abnahme der weltweiten Rebflächen kommt.
Gründe für die nach 2003 beobachtete Entwicklung:
</p>
<ul><li>Die Bilanz der Pflanzungen und Rodungen ist in den Ländern der Südhemisphäre und in den Vereinigten Staaten (USA) noch insgesamt positiv: (ca. +50.000 ha zwischen 2003 und 2007 gegenüber +170.000 ha zwischen 1998 und 2002).</li>
<li>Trotz der Einschränkung des Anwendungsbereiches der gemeinschaftlichen Regelung zur Finanzierung der endgültigen Aufgabe von Rebflächen (ab Wirtschaftsjahr 1996/97) sowie der Wiedereinführung von Neupflanzungsrechten ab 1999 sind die europäischen Rebflächen (einschl. <a href="Mittel-_und_osteurop%C3%A4ische_L%C3%A4nder" title="Mittel- und osteuropäische Länder">MOEL</a> und ehemalige UdSSR) erneut rückläufig, was zu einer Abnahme der Rebflächen von 170.000 ha zwischen 2003 und 2007 führt.</li>
<li>Das deutlich verlangsamte Wachstum der chinesischen Rebflächen (ca. +18.000 ha zwischen 2003 und 2007 gegenüber ca. +227.000 ha zwischen 1998 und 2002) vermag den Rückgang der türkischen Rebflächen (in der Größenordnung: −49.000 ha zwischen 2003 und 2007 gegenüber −12.000 ha zwischen 1998 und 2002) nicht aufzufangen. Trotz des vermutlichen Anstiegs der Rebflächen im Iran wird der Rückgang der asiatischen Rebflächen im Zeitraum 2003–2007 rund 20.000 ha betragen.</li>
<li>Somit betragen die weltweiten Rebflächen 2007 insgesamt 7.792.000 ha, d. h. die Gesamtfläche liegt zwischen der von 1999 (7.726.000 ha) und von 2000 (7.854.000 ha). Im Absolutwert ausgedrückt ist dieser Rückgang gegenüber 2006 eher deutlich (−26.000 ha), im Prozentwert jedoch begrenzt: −0,3 %. Gegenüber 2003 beträgt der Rückgang insgesamt 124 Tha, was im Durchschnitt einen jährlichen Rückgang von 31.000 ha ergibt (im Vergleich zum durchschnittlichen jährlichen Wachstum für den Zeitraum 1998–2002 von 66.000 ha).“<sup id="cite_ref-Lage_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Lage-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
</blockquote>
</div></div>
<p>Umfangreiche Statistiken über die Entwicklung der Weinbaufläche und der Weltweinwirtschaft gibt der regelmäßig erscheinende OIV Jahresbericht „Statistical report on world vitiviniculture“. Im Einzelnen sind dies folgende Mitteilungen:
</p>
<ul><li>Weinbauflächen der Länder der Welt. Situation und Statistik des Weinbaues weltweit. * Gemäß OIV betragen die weltweiten Rebflächen 2023 insgesamt 7200 Tha.<sup id="cite_ref-OIV_2024_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-OIV_2024-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Pressemitteilung der OIV über die weltweite Lage des Weinbaues.</li>
<li>die Weltweinstatistik</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Größte_Erzeugerländer"><span id="Gr.C3.B6.C3.9Fte_Erzeugerl.C3.A4nder"></span>Größte Erzeugerländer</h3></div>
<table class="wikitable sortable" style="text-align:right;">
<caption>Größte Erzeugerländer (2021) nach produzierter Weinmenge.<br>NB: Die jeweilige Gesamtanbaufläche der Länder beinhaltet auch Flächen für den Anbau von Tafeltrauben und Rosinen.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</caption>
<tbody><tr style="vertical-align:top">
<th class="unsortable">Erzeuger-<br>land
</th>
<th>Pro-<br>duk-<br>tion<br>(1000 <a href="Hektoliter" class="mw-redirect" title="Hektoliter">hl</a>)
</th>
<th>Anbau-<br>fläche<br>(<a href="Hektar" title="Hektar">ha</a>)
</th></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><b>Welt gesamt</b>
</td>
<td><b>261.737</b>
</td>
<td><b>7.327.311</b>
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Italien</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Italien" title="Italien"></a></span> <a href="Italien" title="Italien">Italien</a>
</td>
<td>50.232
</td>
<td>718.457
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Frankreich</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Frankreich" title="Frankreich"></a></span> <a href="Frankreich" title="Frankreich">Frankreich</a>
</td>
<td>37.648
</td>
<td>797.600
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Spanien</span><span class="noviewer" typeof="mw:File"><a href="Spanien" title="Spanien"></a></span> <a href="Spanien" title="Spanien">Spanien</a>
</td>
<td>35.000
</td>
<td>964.226
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Vereinigte Staaten</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten"></a></span> <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a>
</td>
<td>24.070
</td>
<td>393.274
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Australien</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Australien" title="Australien"></a></span> <a href="Australien" title="Australien">Australien</a>
</td>
<td>14.820
</td>
<td>146.244
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Chile</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Chile" title="Chile"></a></span> <a href="Chile" title="Chile">Chile</a>
</td>
<td>13.436
</td>
<td>209.625
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Argentinien</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Argentinien" title="Argentinien"></a></span> <a href="Argentinien" title="Argentinien">Argentinien</a>
</td>
<td>12.482
</td>
<td>211.099
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Sudafrika</span><span class="noviewer" typeof="mw:File"><a href="S%C3%BCdafrika" title="Südafrika"></a></span> <a href="S%C3%BCdafrika" title="Südafrika">Südafrika</a>
</td>
<td>10.826
</td>
<td>125.586
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none;">Deutschland</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Deutschland" title="Deutschland"></a></span> <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a>
</td>
<td>8.744
</td>
<td>103.421
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Portugal</span><span class="noviewer" typeof="mw:File"><a href="Portugal" title="Portugal"></a></span> <a href="Portugal" title="Portugal">Portugal</a>
</td>
<td>7.359
</td>
<td>194.268
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none;">China Volksrepublik</span><span typeof="mw:File"><a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China"></a></span> <a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China">China</a>
</td>
<td>5.908
</td>
<td>782.600
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Russland</span><span style="white-space:nowrap"><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Russland" title="Russland"></a></span> <a href="Russland" title="Russland">Russland</a></span>
</td>
<td>4.522
</td>
<td>97.500
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none;">Rumänien</span><span typeof="mw:File"><a href="Rum%C3%A4nien" title="Rumänien"></a></span> <a href="Rum%C3%A4nien" title="Rumänien">Rumänien</a>
</td>
<td>4.451
</td>
<td>188.891
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Brasilien</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Brasilien" title="Brasilien"></a></span> <a href="Brasilien" title="Brasilien">Brasilien</a>
</td>
<td>3.600
</td>
<td>80.605
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Neuseeland</span><span class="noviewer" typeof="mw:File"><a href="Neuseeland" title="Neuseeland"></a></span> <a href="Neuseeland" title="Neuseeland">Neuseeland</a>
</td>
<td>2.664
</td>
<td>40.720
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Ungarn</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Ungarn" title="Ungarn"></a></span> <a href="Ungarn" title="Ungarn">Ungarn</a>
</td>
<td>2.590
</td>
<td>64.470
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Osterreich</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="%C3%96sterreich" title="Österreich"></a></span> <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">Österreich</a>
</td>
<td>2.460
</td>
<td>46.000
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Griechenland</span><span class="noviewer" typeof="mw:File"><a href="Griechenland" title="Griechenland"></a></span> <a href="Griechenland" title="Griechenland">Griechenland</a>
</td>
<td>2.416
</td>
<td>109.489
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Georgien</span><span class="mw-image-border noviewer" typeof="mw:File"><a href="Georgien" title="Georgien"></a></span> <a href="Georgien" title="Georgien">Georgien</a>
</td>
<td>2.100
</td>
<td>49.450
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left;"><span style="display:none">Moldau Republik</span><span class="noviewer" typeof="mw:File"><a href="Republik_Moldau" title="Republik Moldau"></a></span> <a href="Republik_Moldau" title="Republik Moldau">Moldau</a>
</td>
<td>1.430
</td>
<td>138.000
</td></tr></tbody></table>
<p>Laut der Rebflächenstatistik 2019 des statistischen Bundesamtes waren 67 % der Rebflächen in Deutschland mit Weißweinreben bestockt, 33 % mit Rotweinreben.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wirtschaftliche_Bedeutung">Wirtschaftliche Bedeutung</h3></div>
<p>Die jahrtausendealte Tradition des Weinbaues hat es mit sich gebracht, dass der Weinbau und der Wein für die Bevölkerung eines Gebietes ein Teil der Lebensart ist und dazugehört. Weinkultur ist zu allen Zeiten Ausdruck der Lebensfreude und Lebenskultur gewesen. Beziehungen zwischen Reben und Wein einerseits, Landschaft und Kultur des Menschen andererseits sind vielfältig und haben einander beeinflusst. Bildende Kunst, Dichtung, Brauchtum und Religion haben Rebe und Wein zu allen Zeiten geehrt und gepriesen. Wein verkörpert ein Stück abendländischer Kulturgeschichte. Der Weinbau ist eine der ältesten Kulturen. Die Weingärten prägen die Landschaft und die Wirtschaft ganzer Länder und geben die Voraussetzung für touristische Nutzung.
</p><p>In den letzten 2000 Jahren ist auch der Weinbau durch die sehr wechselvolle wirtschaftliche Entwicklung geprägt. Schon sehr früh versuchten die Römer, die Produktion zu beeinflussen. <a href="Domitian" title="Domitian">Domitian</a> gab den Befehl, die Hälfte der Weingärten im Römischen Reich außerhalb Italiens zu roden, um dem Verfall des italienischen Weinpreises entgegenzuwirken. Mit Beginn des Industriezeitalters wurde dem Weinbau in Europa durch die Einschleppung der <a href="Reblaus" title="Reblaus">Reblaus</a> und der Pilzkrankheiten Peronospora (<a href="Falscher_Mehltau_der_Weinrebe" title="Falscher Mehltau der Weinrebe">Falscher Mehltau</a>) und Oidium (<a href="Echter_Mehltau" class="mw-redirect" title="Echter Mehltau">Echter Mehltau</a>) gewaltiger wirtschaftlicher Schaden zugefügt. Erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges erholte sich die gesamte Weltwirtschaft und damit der Weinbau.
</p><p>Die Mechanisierung erleichterte und verbilligte die Traubenproduktion und viele wissenschaftliche Erkenntnisse führten zum Einsatz von verschiedenen Agrochemikalien. Das führte nicht nur zu einer Qualitätsanhebung, sondern sicherte die Produktion. Der weltweit höchste Weinverbrauch lag in den Jahren 1976 bis 1980 in der Zeit einer großen weltweiten wirtschaftlichen Expansion. Bis 1990 sank die Produktion und stieg anschließend wieder an. Besonders in Europa stieg aber der Überschuss an Wein deutlich an. Der Hauptgrund für den Rückgang des Konsums und des zunehmenden Überschusses war der Rückgang des Pro-Kopf-Verbrauches in den wichtigsten Weinerzeugerländern von Frankreich und Italien. Sehr hohe Weinernten in den Jahren 1982 und 1983 taten das Ihrige noch hinzu.
</p><p>Europa verfügt über ungefähr 2/3 der Weltweinbaufläche. Asiatische und nordafrikanische Staaten verfügen auch über beachtliche Rebflächen, aber aus religiösen und kulturellen Gründen hat dort die Weinerzeugung deutlich geringere Bedeutung. Dort steht die Erzeugung von <a href="Rosinen" class="mw-redirect" title="Rosinen">Rosinen</a> und <a href="Tafeltrauben" class="mw-redirect" title="Tafeltrauben">Tafeltrauben</a> im Vordergrund. Der Konsum von Wein in den Ländern der Erde ist sehr unterschiedlich. Wein ist vorwiegend in den Ländern des christlich-europäischen Kulturkreises von Bedeutung. Der Pro-Kopf-Verbrauch hängt stark vom Einkommen der Bevölkerung ab. Besonders in den Mittelmeerländern zählt Wein traditionell zum täglichen Leben. Seit den 1960er Jahren ist ein Rückgang des Weinkonsums festzustellen. Trotz Verbrauchszunahme in anderen Industriestaaten von Nord- und Westeuropa sowie Nordamerika, Japan und anderen asiatischen Ländern konnte der weltweite Konsumrückgang nicht ausgeglichen werden, sodass es zu einem Rückgang der weltweiten Anbaufläche mit Reben gekommen ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Flächen_pro_Rebsorte"><span id="Fl.C3.A4chen_pro_Rebsorte"></span>Flächen pro Rebsorte</h3></div>
<p>Die gesamte Anbaufläche für Weinreben betrug 2016 etwa 4,2 Millionen Hektar. Die 20 Rebsorten, die weltweit die größten Rebflächen belegten (Stand 2016) machten zusammen ca. 58,3 % der Gesamtfläche weltweit im Weinbau aus.<sup id="cite_ref-adelaide_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-adelaide-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable mw-collapsible mw-collapsed">
<tbody><tr>
<th style="background:#DDEE99; color:#202122;">Rebsorte
</th>
<th style="background:#DDEE99; color:#202122;">Rebfläche ha 2016<sup id="cite_ref-adelaide_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-adelaide-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th></tr>
<tr>
<td><a href="Cabernet_Sauvignon" title="Cabernet Sauvignon">Cabernet Sauvignon</a></td>
<td style="text-align:right;">310.671
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Merlot" title="Merlot">Merlot</a></td>
<td style="text-align:right;">266.440
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Tempranillo" title="Tempranillo">Tempranillo</a></td>
<td style="text-align:right;">219.379
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Air%C3%A9n" title="Airén">Airén</a></td>
<td style="text-align:right;">203.801
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Chardonnay" title="Chardonnay">Chardonnay</a></td>
<td style="text-align:right;">201.649
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Syrah" title="Syrah">Syrah</a></td>
<td style="text-align:right;">181.185
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Grenache" title="Grenache">Grenache</a></td>
<td style="text-align:right;">150.096
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Sauvignon_Blanc" title="Sauvignon Blanc">Sauvignon Blanc</a></td>
<td style="text-align:right;">124.700
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Trebbiano_Toscano" class="mw-redirect" title="Trebbiano Toscano">Trebbiano Toscano</a></td>
<td style="text-align:right;">120.343
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Pinot_Noir" class="mw-redirect" title="Pinot Noir">Pinot Noir</a></td>
<td style="text-align:right;">105.480
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Sangiovese" title="Sangiovese">Sangiovese</a></td>
<td style="text-align:right;">73.464
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Riesling" title="Riesling">Riesling</a></td>
<td style="text-align:right;">73.464
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Bobal" title="Bobal">Bobal</a></td>
<td style="text-align:right;">59.189
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Cabernet_Franc" title="Cabernet Franc">Cabernet Franc</a></td>
<td style="text-align:right;">56.052
</td></tr>
<tr>
<td><a href="C%C3%B4t" class="mw-redirect" title="Côt">Côt</a></td>
<td style="text-align:right;">52.233
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Mourv%C3%A8dre" class="mw-redirect" title="Mourvèdre">Monastrel</a></td>
<td style="text-align:right;">51.930
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Rkatsiteli" class="mw-redirect" title="Rkatsiteli">Rkatsiteli</a></td>
<td style="text-align:right;">51.374
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Pinot_Gris" class="mw-redirect" title="Pinot Gris">Pinot Gris</a></td>
<td style="text-align:right;">48.570
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Mazuelo" class="mw-redirect" title="Mazuelo">Mazuelo</a></td>
<td style="text-align:right;">47.312
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Macabeo" class="mw-redirect" title="Macabeo">Macabeo</a></td>
<td style="text-align:right;">38.625
</td></tr>
<tr>
<th>restliche Rebsorten
</th>
<th style="text-align:right;">1.729.475
</th></tr>
<tr>
<th>Weltanbaufläche 2016
</th>
<th style="text-align:right;">4.165.432
</th></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weinbaugebiete">Weinbaugebiete</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Weinbaugebiet" title="Weinbaugebiet">Weinbaugebiet</a></i></div>
<p>Ein Weinbaugebiet (Weinbauflur (<a href="%C3%96sterreichisches_Deutsch" title="Österreichisches Deutsch">AT</a>), Rebbauzone (<a href="Schweizer_Hochdeutsch" title="Schweizer Hochdeutsch">CH</a>)) ist eine geografische Region, in der Wein mit der Bezeichnung des Weinbaugebietes angebaut werden darf. In der Regel sind Weinbaugebiete historisch gewachsen, weil in bestimmten Regionen eines Landes Reben gedeihen und gute Traubenqualität regelmäßig erzeugt werden kann und in anderen nicht (ungenügende Traubenreife, häufige Winter- oder Spätfrostgefahr u. a.). Sie sind heute in den meisten Ländern gesetzlich festgelegte Gebiete (mit genau geregelter Bezeichnung). Diese Gebiete und deren Lagen sind vom Klima, der Lage und der Bodenbeschaffenheit geeignet der Rebe eine gute Entwicklung zu ermöglichen. Alle mit Reben bepflanzten Flächen sind in einem Weinbau<a href="Kataster" title="Kataster">kataster</a> zu führen. Die Regelung für die Führung eines Weinbaukatasters besteht nicht in allen weinbaubetreibenden Ländern der Welt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rebe">Rebe</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Weinrebengew%C3%A4chse" title="Weinrebengewächse">Weinrebengewächse</a> und <a href="Weinreben" title="Weinreben">Weinreben</a></i></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Edle_Weinrebe" title="Edle Weinrebe">Edle Weinrebe</a> und <a href="Wilde_Weinrebe" title="Wilde Weinrebe">Wilde Weinrebe</a></i></div>
<div style="box-sizing:border-box;clear:{{{clear}}}; max-width:100%;margin-top:0.1em; margin-bottom:0.1em; margin-left:auto; margin-right:auto;"><div class="thumbinner centered panorama" style="max-width:702px; width: 100%; width: inherit;"><div class="thumbimage noresize" style="overflow-y:hidden; overflow-x:scroll; overflow:auto; width:100%; width:inherit;"><span typeof="mw:File"></span></div><div class="thumbcaption" style="text-align: center;"><div style="float:right; margin:0 3px"><span class="skin-invert" typeof="mw:File"><a href="https://tools.wmflabs.org/zoomviewer/?flash=no&f=Stammbaum+Reben+01.jpg" title="Interaktiver Bildbetrachter" class="external"></a></span></div><div style="float:left; width:30px; height:12px;"></div>Der Stammbaum der Weinreben</div></div></div>
<p>Die Rebe ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Mit zunehmender systematischer Nutzung sind durch die menschliche Nutzung und natürliche Kreuzungen (<a href="Zufallskreuzung" class="mw-redirect" title="Zufallskreuzung">Zufallskreuzung</a>) aus den Wildreben Kulturreben entstanden. Kulturreben sind ausgesuchte (<a href="Mutation" title="Mutation">Mutation</a>, natürliche <a href="Kreuzung_(Genetik)" title="Kreuzung (Genetik)">Kreuzung</a>) Abkömmlinge der Wildrebe, die beginnend im 18. Jh. gezielt weitergezüchtet wurden. Schätzungen besagen, dass es heute weltweit rund 10.000 bis 25.000 Rebsorten geben soll. Davon hat aber nur ein geringer Anteil wirtschaftliche Bedeutung.
</p><p>Die Weinrebe gehört botanisch zur Ordnung der Kreuzdorngewächse (Rhamnales). Eine Familie davon sind die Rebengewächse (Vitaceae).
Die Gattung <i>Vitis</i> ist in verschiedenen Wildformen über die ganze Welt verbreitet. Davon gibt es zwei Untergattungen, wovon die Untergattung <i>Euvitis</i> das Rebmaterial für den Ertragsweinbau liefert. Nordamerika hat derzeit die meisten bekannten, natürlich vorkommenden Arten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Organe_des_Rebstockes">Organe des Rebstockes</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="BBCH-Skala_f%C3%BCr_Weinreben" title="BBCH-Skala für Weinreben">BBCH-Skala für Weinreben</a></i></div>
<p>Für die praktische Durchführung von Pflegemaßnahmen sind die Funktion und der Aufbau der Organe der Rebe Voraussetzung für eine richtige Pflege.
</p><p>Die oberirdische Organe sind der <a href="Rebstock" title="Rebstock">Rebstock</a> mit <a href="Baum#Aufbau_des_Baumstammes" title="Baum">Stamm</a> aus altem Holz und einjährigem Holz, aus den <a href="Knospe" title="Knospe">Knospen</a> (Augen) sprießt der Trieb – daraus <a href="Spross" title="Spross">Spross</a>, <a href="Blatt_(Pflanze)" title="Blatt (Pflanze)">Blatt (Pflanze)</a>, <a href="Wasserschoss" title="Wasserschoss">Wasserschoss</a>, <a href="Geschein" title="Geschein">Geschein</a>, Rebblüte, <a href="Ranke" title="Ranke">Ranke</a>, Triebspitze, daran <a href="Traube" title="Traube">Traube</a> und <a href="Weintraube" title="Weintraube">Weinbeere</a>. Die unterirdischen Organe des Rebstockes sind die <a href="Wurzel_(Pflanze)" title="Wurzel (Pflanze)">Wurzeln</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rebsorten">Rebsorten</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Keltertraubensorten" class="mw-redirect" title="Keltertraubensorten">Keltertraubensorten</a>, <a href="Tafeltraube" title="Tafeltraube">Tafeltraube</a> und <a href="Unterlagsrebe" title="Unterlagsrebe">Unterlagsrebe</a></i></div>
<p>In der <i>European Vitis Database</i><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sind derzeit rund 16.800 Sorten eingetragen (12.431 <a href="Vitis_vinifera" class="mw-redirect" title="Vitis vinifera">Vitis vinifera</a> L., 3.949 Vitis Interspecific Crossing, 529 andere Vitis Species). Es ist anzunehmen, dass noch einige Tausend Sorten weltweit vorhanden sind, aber noch nicht in die Datenbank eingegeben wurden.
</p><p>Die <a href="Ampelographie" title="Ampelographie">Ampelographie</a>, auch Ampelografie, deutsch <a href="Rebsortenkunde" class="mw-redirect" title="Rebsortenkunde">Rebsortenkunde</a> oder Rebenkunde, ist die Lehre von der Bestimmung und Beschreibung der Rebsorten sowie ihrer wissenschaftlichen Klassifizierung.
</p><p>Die hohe Zahl an Rebsorten ist durch Mutation, natürliche Selektion und Kreuzung entstanden. Solange der Mensch Reben kultiviert, hat er selektiert und bereits über 150 Jahre gezielt Kreuzungen vorgenommen.
Die Eigenschaften von Rebsorten sind langfristig nicht stabil (auch bei vegetativer Vermehrung) – sie unterliegen natürlichen Einflüssen (Strahlung, Standorteinflüssen, Abbaukrankheiten), wodurch sich langsam positive und negative Eigenschaften ändern.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rebenzüchtung"><span id="Rebenz.C3.BCchtung"></span>Rebenzüchtung</h2></div>
<p>Durch Auslese/Selektion (<a href="Auslesez%C3%BCchtung" class="mw-redirect" title="Auslesezüchtung">Auslesezüchtung</a>) werden Rebstöcke nach bestimmten Kriterien bewertet und nur jene Stöcke weitervermehrt, die den Anforderungen entsprechen. Mit der Kreuzungszüchtung entstehen neue Sorten mit neuen Eigenschaften (Neuzüchtung). Da die Züchtungsarbeit viele Jahre benötigt, um eine Sorten mit ihren Eigenschaften zu kontrollieren, wird diese Arbeit meist in Weinbauinstituten gemacht. Unter <i>Neuzüchtung</i> versteht man eine neue gewonnene Rebenpflanze, welche mit einer bestimmten Zuchtmethode hervorgebracht wurde. Die Anerkennungen von neu gezüchteten <a href="Sorte_(Pflanze)" title="Sorte (Pflanze)">Sorten</a> (bei der <a href="Pflanzenz%C3%BCchtung" title="Pflanzenzüchtung">Pflanzenzüchtung</a>) sind im <a href="Sortenschutzgesetz_(Deutschland)" title="Sortenschutzgesetz (Deutschland)">Sortenschutzgesetz</a> gesetzlich geregelt und werden vom <a href="Bundessortenamt" title="Bundessortenamt">Bundessortenamt</a> (für Deutschland) verwaltet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Staatliche_Züchtungs-_und_Forschungsinstitute"><span id="Staatliche_Z.C3.BCchtungs-_und_Forschungsinstitute"></span>Staatliche Züchtungs- und Forschungsinstitute</h2></div>
<p>Mit der Rebenzüchtung befassen sich:
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschland">Deutschland</h3></div>
<ul><li><a href="Institut_f%C3%BCr_Rebenz%C3%BCchtung_Geilweilerhof" title="Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof">Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof</a>, <a href="Siebeldingen" title="Siebeldingen">Siebeldingen</a></li>
<li><a href="Staatliches_Weinbauinstitut_Freiburg" title="Staatliches Weinbauinstitut Freiburg">Staatliches Weinbauinstitut Freiburg</a>, <a href="Freiburg_im_Breisgau" title="Freiburg im Breisgau">Freiburg im Breisgau</a></li>
<li><a href="Staatliche_Lehr-_und_Versuchsanstalt_f%C3%BCr_Wein-_und_Obstbau_Weinsberg" title="Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg">Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau</a>, <a href="Weinsberg" title="Weinsberg">Weinsberg</a></li>
<li><a href="Forschungsanstalt_Geisenheim" title="Forschungsanstalt Geisenheim">Fachgebiet Rebenzüchtung und Rebenveredlung der Forschungsanstalt Geisenheim</a>, <a href="Geisenheim" title="Geisenheim">Geisenheim</a></li>
<li><a href="Bayerische_Landesanstalt_f%C3%BCr_Weinbau_und_Gartenbau" title="Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau">Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau</a> mit Fach- und Technikerschule für Gartenbau, Garten- und Landschaftsbau, Weinbau und Kellerwirtschaft Veitshöchheim</li>
<li><a href="Landesanstalt_f%C3%BCr_Rebenz%C3%BCchtung" title="Landesanstalt für Rebenzüchtung">Landesanstalt für Rebenzüchtung</a>, <a href="Alzey" title="Alzey">Alzey</a> (2005 aufgelöst)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Österreich"><span id=".C3.96sterreich"></span>Österreich</h3></div>
<ul><li><a href="H%C3%B6here_Bundeslehranstalt_und_Bundesamt_f%C3%BCr_Wein-_und_Obstbau" title="Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau">Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau</a> Klosterneuburg<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schweiz">Schweiz</h3></div>
<ul><li>Forschungsanstalt <a href="Agroscope" title="Agroscope">Agroscope</a> Changins-Wädenswil ACW<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sortenschutz">Sortenschutz</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Sortenschutz" title="Sortenschutz">Sortenschutz</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rebenvermehrung">Rebenvermehrung</h2></div>
<p>Die Vermehrung der Reben kann auf zwei Arten erfolgen und zwar geschlechtlich (generativ) und ungeschlechtlich (vegetativ). Die generative Vermehrung mit Samen hat ausschließlich Bedeutung bei der Kreuzungszüchtung. Für den praktischen Weinbau spielt nur die ungeschlechtliche (vegetative) Vermehrung eine Rolle. Diese Art der Vermehrung geschieht in Form von Stecklingen und Ablegern. Besondere Bedeutung hat die Veredelung (Verbindung von Unterlage und Edelreis mit nachfolgender Triebbildung und Wurzelentwicklung wie bei einem Steckling).
</p>
<ul><li>Rebenpflanzgut</li>
<li><a href="Rebschule" title="Rebschule">Rebschule</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anlage_eines_Weingartens">Anlage eines Weingartens</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Weinberg" title="Weinberg">Weinberg</a>, <a href="Weinbauw%C3%BCrdigkeit" title="Weinbauwürdigkeit">Weinbauwürdigkeit</a> und <a href="Boden_(Bodenkunde)" title="Boden (Bodenkunde)">Boden (Bodenkunde)</a></i></div>
<p>Die Errichtung einer erfolgreichen und rentablen Anlage, die dem Standort angepasste Erträge bei hoher Qualität mit einer Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren gewährleistet, wird nur durch Zusammenwirkung einer Reihe von Faktoren, den Standortsfaktoren (Klima, Boden, Lage), erreicht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Standortsansprüche_der_Rebe"><span id="Standortsanspr.C3.BCche_der_Rebe"></span>Standortsansprüche der Rebe</h2></div>
<p>Die Rebe stellt hohe Standortsansprüche. Sowohl der <a href="Boden_(Produktionsfaktor)" title="Boden (Produktionsfaktor)">Boden</a>, die <a href="Lage_(Weinbau)" title="Lage (Weinbau)">Lage</a> und das <a href="Klima" title="Klima">Klima</a> sind für den Erfolg sehr entscheidend. Die Standortfaktoren und alle Pflegemaßnahmen sind immer als Gesamtsystem mit seinen Wechselwirkungen zu sehen. In Frankreich wird dafür der Begriff <a href="Terroir" title="Terroir">Terroir</a> verwendet. Terroir heißt wörtlich übersetzt so viel wie Boden, Herkunft, Heimat. Im Weinbau ist das komplexe Zusammenspiel von geologischem Ausgangsmaterial, Topografie (Lage), Klima und Boden gemeint.
</p><p>Die <a href="Folgen_der_globalen_Erw%C3%A4rmung_f%C3%BCr_den_Weinbau" title="Folgen der globalen Erwärmung für den Weinbau">Folgen der globalen Erwärmung für den Weinbau</a> sollen besonders bei der Sorten- und Unterlagenwahl, dem geplanten <a href="Reberziehung" title="Reberziehung">Erziehungssystem</a> und der Bodenpflege (Bewässerung) berücksichtigt werden.
Durch den Klimawandel verschieben sich die weinbaulichen Anbaugrenzen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Pflegemaßnahmen"><span id="Pflegema.C3.9Fnahmen"></span>Pflegemaßnahmen</h2></div>
<p>Ein Weingarten bedarf einer Reihe von Pflegemaßnahmen wie Rebschnitt, <a href="Reberziehung" title="Reberziehung">Erziehung</a>, Laubarbeiten, Traubenausdünnung, Bodenpflege und einer der Rebe (und Boden) angepassten organischen (Humusdünger) und mineralischen Düngung (mineralische Handelsdünger).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rebschnitt">Rebschnitt</h3></div>
<p>Rebschnitt bezeichnet den jährlichen Rückschnitt des einjährigen Holzes und Korrekturen des alten Holzes. Die notwendigen Arbeiten werden während der Vegetationsruhe (Winterschnitt) durchgeführt. Prinzipiell ist der jährliche Rückschnitt aus Sicht der Pflanzenphysiologie nicht notwendig. Die meisten Erziehungssysteme erfordern aber einen Rückschnitt. Der jährliche Schnitt verändert die Trieb-, Laub- und Traubenentwicklung. Auch die Wurzelbildung wird verringert, je weniger Triebe der Rebstock entwickelt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Erziehung_der_Rebe">Erziehung der Rebe</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Reberziehung" title="Reberziehung">Reberziehung</a></i></div>
<p>Die Rebe ist eine rankende Pflanze und benötigt eine ständige Unterstützung.
Unter der Erziehung versteht man den Aufbau und die Formgebung eines Rebstockes. Dabei gibt der Weinbauer (Winzer) dem Rebstock je nach Erziehungsart ein charakteristisches Stockgerüst (altes Holz).
Aufgabe der Erziehung ist die Sicherung von Qualität und Quantität und die Schaffung von arbeitswirtschaftlichen Vorteilen (Maschineneinsatz).<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Einteilung">Einteilung</h4></div>
<p>Die Rebenerziehungssysteme kann man nach verschiedenen Gesichtspunkten einteilen.
Die Bezeichnung der Erziehung ist in den Weinbaugebieten bzw. Ländern unterschiedlich. Häufig erfolgen die Benennungen nach Personen (<a href="Lenz_Moser" title="Lenz Moser">Lenz Moser</a>, <a href="Jules_Guyot" title="Jules Guyot">Jules Guyot</a>, Scott, Henry u. a.) oder Gebieten. Im Aufbausystem gleichen sich viele Systeme. Meist ergibt sich der Unterschied durch die Eigenheiten einer Sorte, dem möglichen bzw. angestrebten Mechanisierungsgrad und auch wirtschaftlichen Gegebenheiten. Eine Drahtrahmenunterstützung war früher nicht möglich. So wurden früher die Reben auf Bäumen, Holztriebgeflechten, Pfählen (<a href="Reberziehung#Stockkultur_(Pfahlkultur)" title="Reberziehung">Pfahlerziehung, Stockkultur</a>) oder einem Holzgerüst (<a href="Reberziehung#Horizontale_Erziehungssysteme" title="Reberziehung">Perglerziehung</a>) gezogen bzw. damit versehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Erziehungssysteme">Erziehungssysteme</h4></div>
<p>Die größte Bedeutung und Verbreitung haben die <a href="Reberziehung#Vertikale_Erziehungssysteme" title="Reberziehung">Vertikalen Reberziehungssysteme</a>.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 215px">
<div class="thumb" style="width: 210px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Schematische Darstellung der <a href="Spalier" title="Spalier">Spalier</a>erziehung.</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 215px">
<div class="thumb" style="width: 210px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Drahtrahmenunterstützungsgerüst für eine Spaliererziehungsanlage</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 215px">
<div class="thumb" style="width: 210px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Spaliererziehung in Südtirol</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Unterstützungsmaterialien"><span id="Unterst.C3.BCtzungsmaterialien"></span>Unterstützungsmaterialien</h4></div>
<p>Unterstützungsmaterialien sollen eine lange Lebensdauer besitzen, eine gute Standfestigkeit und (insbesondere, wenn eine maschinelle Traubenernte vorgesehen ist) Elastizität aufweisen. Geringes Gewicht ist für die Erstellung wichtig. Sie sollen preisgünstig sein und geringe Instandhaltungsarbeiten verursachen. Sie sollen keine Boden- oder Grundwasserbelastung herbeiführen und problemlos entsorgt werden können.
</p><p>Für eine Unterstützung werden benötigt:
</p>
<ul><li><i>Stecken</i> (Pflanzpfähle, Pflanzstäbe) aus Metall, Holz, <a href="Glasfaserverst%C3%A4rkter_Kunststoff" title="Glasfaserverstärkter Kunststoff">GFK</a> oder Kunststoff als Stütze für den jungen Rebstock und den späteren Stamm</li>
<li><i>Steher</i> (Säulen, Bagstall, <a href="Stickel" title="Stickel">Stickel</a>) aus Metall, Holz oder Beton als Träger des Drahtrahmens</li>
<li><i>Draht</i> aus Metall, Kunststoff als Rank- und Einschlaufhilfe für die grünen Triebe, z. B. mittels <a href="Drahtrahmenerziehung" title="Drahtrahmenerziehung">Drahtrahmenunterstützung</a> oder <a href="Drahthaken" title="Drahthaken">Drahthaken</a></li>
<li><i>Befestigungsmaterial</i> für das ein- und mehrjährige Holz nach dem Rebschnitt</li>
<li><i>Anker</i> zur Verankerung der Endpfähle, z. B. <a href="Stabanker" title="Stabanker">Stabanker</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Laubarbeit">Laubarbeit</h3></div>
<p>Laubarbeiten ergänzen während der Vegetationsperiode den Rebschnitt, um die Leistungsfähigkeit der Laubfläche, also die Produktion von Assimilaten (<a href="Fotosynthese" class="mw-redirect" title="Fotosynthese">Fotosynthese</a>), voll zu nutzen.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li><i>Jäten</i> (Ausbrechen von Trieben)</li>
<li><i>Auslichten der Traubenzone</i></li>
<li><i>Einstricken</i> (Einschlaufen der Triebe)</li>
<li><i><a href="Pinzieren" title="Pinzieren">Entspitzen</a> der Triebe</i> – Gipfeln (Wipfeln)</li>
<li><i>Ausgeizen</i> (Entfernung von <a href="Geiztrieb#Weinrebe" title="Geiztrieb">Geiztrieben</a>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ertragsregulierung">Ertragsregulierung</h3></div>
<p>Unter der <i>Ertragsregulierung</i> (Ertragssteuerung) versteht man alle Pflegemaßnahmen, die das Ertragsniveau beeinflussen. Die Ertragshöhe übt den stärksten Einfluss auf die Trauben- und somit auf die Weinqualität aus. Bis in die 1980er Jahre war die Ertragsregulierung in der Praxis kein Thema. Mit zunehmender Qualitätsanforderung jedoch ist diese Maßnahme heute unstrittig, da die Weinqualität davon in hohem Maße beeinflusst wird.
</p><p>Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten und Wirkungen von Ertragssteuerungsmaßnahmen, die in der Praxis akzeptiert und praktiziert werden. Die ertragssteuernden, händisch durchzuführenden Maßnahmen wie schwacher Rebschnitt, Gescheine abknipsen, teilen oder abstreifen, Trauben abstreifen, Trauben teilen, Trauben abschneiden (Traubenausdünnung) oder maschinell mit Entlauber, Traubenvollernter (grüne Lese), Traubenbürste<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder chemisch mit Bioregulatoren (Zulassung beachten) bedingen eine sinnvolle Auswahl, die dem gegebenen Jahresertragsniveau, dem Jahreswitterungsverlauf, der Sorte, dem gewünschten Qualitätsniveau und den vorhandenen Arbeitskräften angepasst ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bodenpflege">Bodenpflege</h3></div>
<p>Bodenpflege meint die Anwendung verschiedener <i>Bodenpflegesysteme</i>, welche die <i>biologischen, chemischen</i> und <i>physikalischen Eigenschaften</i> des Bodens beeinflussen. Je nach Maßnahme kann sich eine positive oder negative Wirkung ergeben. Pflegemaßnahmen, die sich langfristig negativ auswirken, sind zu vermeiden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Ernährung_und_Düngung_der_Rebe"><span id="Ern.C3.A4hrung_und_D.C3.BCngung_der_Rebe"></span>Ernährung und Düngung der Rebe</h4></div>
<p>Die Bodenpflegemaßnahmen sind gemeinsam mit der Ernährung und Düngung zu sehen, da mit ihr viele Wechselwirkungen bestehen. Düngung bedeutet nicht nur eine Nährstoffzufuhr, sondern auch die Mobilisierung der im Boden gebundenen Nährstoffe. Das Nährstoffangebot des Bodens aus der natürlichen Nachlieferung (Mineralteilchen, Humusgehalt) ist durch den regelmäßigen <a href="N%C3%A4hrstoffmangel" class="mw-redirect" title="Nährstoffmangel">Nährstoffentzug</a> nicht auf Dauer ausreichend. Durch die Düngung mit organischen und mineralischen Düngern werden den Reben über dem Boden organisch gebundene und mineralische (anorganische) Nährstoffe zugeführt.
</p><p>Die Rebenernährung, die Bodenuntersuchung, Interpretation der Bodenanalyse, Düngung und Düngewirkung, Düngemittel und eine Information über Blattanalysen sind in der österreichischen Broschüre <i>Richtlinien für die Sachgerechte Düngung im Weinbau</i><sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> enthalten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bewässerung"><span id="Bew.C3.A4sserung"></span>Bewässerung</h3></div>
<div class="hauptartikel"><span class="hauptartikel-pfeil">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Bew%C3%A4sserung" title="Bewässerung">Bewässerung</a> und <a href="Tr%C3%B6pfchenbew%C3%A4sserung" title="Tröpfchenbewässerung">Tröpfchenbewässerung</a></i></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Beregnung" title="Beregnung">Beregnung</a> und <a href="Wasserpotenzial" class="mw-redirect" title="Wasserpotenzial">Wasserpotenzial</a></i></div>
<p>Wie jede Pflanze benötigen auch Reben Wasser als Lösungsmittel, Transportmittel für Nährstoffe und Assimilate, Quellungsmittel, Nährstoffe und Temperaturregulatoren. In niederschlagsarmen Weinbaugebieten und auf Standorten mit <a href="Grobboden" title="Grobboden">skelettreichen</a> Böden dient eine zusätzliche Wasserversorgung der Absicherung der Qualität, der Holzreife und des Mengenertrages.
</p><p>Dennoch gilt die Weinrebe auch in sehr trockenen Regionen – wie traditionell im Mittelmeerklima – als eine der wenigen Kulturpflanzen neben Oliven, Mandeln und Pistazien, welche auch auf nicht bewässertem Boden wachsen, z. B. in Andalusien, wo es traditionell in den heißen Sommermonaten eine drei- bis viermonatige Trockenperiode ohne Regen gibt.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine deutliche Ertragssteigerung kann jedoch durch Bewässerung in den meisten Regionen erzielt werden und wird heute entsprechend auch eingesetzt; zu hohe Erträge können aber auch zu Lasten der Qualität des Endprodukts sein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Pflanzenschutz_im_Weinbau">Pflanzenschutz im Weinbau</h2></div>
<p>Der <i>Pflanzenschutz</i> umfasst die Gesamtheit der Bemühungen, Schäden und Leistungsminderungen von Nutzpflanzen durch Ausnutzung aller einschlägigen wissenschaftlich Erkenntnisse in einer ökologisch und ökonomisch angemessenen Weise zu verhindern oder zu mildern.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit verschiedene Bekämpfungs- und Begrenzungsmethoden wird der Rebstock, unter Berücksichtigung der Umweltverträglichkeit und der Wirtschaftlichkeit sowie sonstiger Auswirkungen, vor Schädigungen geschützt. Es wird das Aufkommen von Schadorganismen infolge von Störungen des ökologischen Gleichgewichtes und einer ungenügenden Widerstandsfähigkeit der Rebe verhindert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pflanzenschutzmaßnahmen"><span id="Pflanzenschutzma.C3.9Fnahmen"></span>Pflanzenschutzmaßnahmen</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Biologischer_Pflanzenschutz" title="Biologischer Pflanzenschutz">Biologischer Pflanzenschutz</a> und <a href="%C3%96kologische_Landwirtschaft" title="Ökologische Landwirtschaft">Ökologische Landwirtschaft</a></i></div>
<ul><li><i>Kulturmaßnahmen: </i> Bodenpflege, Düngung, Rebschnitt und Erziehung, Laubarbeiten, Traubenausdünnung</li>
<li><i>Mechanisch-physikalische Maßnahmen: </i> Verwendung von Schutzhüllen gegen Wildverbiss, Frostabwehr, Hagelnetze, <a href="Pflanzenschutz#Abwehr_von_„Schadvögeln“" title="Pflanzenschutz">Abwehr von „Schadvögeln“</a> mittels Vogelschutznetzen oder optischen und akustischen Vergrämungsmaßnahmen</li>
<li><i>Biologische Verfahren</i> – Biologischer Pflanzenschutz: Einsatz von nützlichen Organismen zur Regulierung von Pflanzenkrankheiten und von Schädlingen, Einsatz insektenpathogener (insektentötender) Bakterien (<i>Bacillus thuring</i>iensis) und die Nutzung natürlicher Regulationsmechanismen durch Schonung, Förderung oder Einbürgerung von <a href="N%C3%BCtzling" title="Nützling">Nützlingen</a> (besondere Bedeutung hat die <a href="Raubmilben" title="Raubmilben">Raubmilbe</a> <i>Typhlodromus pyri</i> zur Regulation der Schadmilben).</li>
<li><i>Biotechnische Verfahren: </i> Warnschreie, Lärm, <a href="Repellent" title="Repellent">Repellents</a>, <a href="Insektenpheromone" title="Insektenpheromone">Pheromone</a>, <a href="Unterlagsrebe" title="Unterlagsrebe">Unterlagsreben</a> zum Schutz gegen die Schäden der Reblaus, Verwendung von resistenten Rebsorten</li>
<li><i>Chemische Verfahren: </i> gezielter Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln</li>
<li><i>Pflanzenquarantäne</i> (Importkontrolle)</li></ul>
<p>Nach der Vorgehensweise unterscheidet man zwischen integriertem und konventionellem Pflanzenschutz:
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Integrierter_Pflanzenschutz">Integrierter Pflanzenschutz</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Integrierter_Pflanzenschutz" title="Integrierter Pflanzenschutz">Integrierter Pflanzenschutz</a></i></div>
<p>Hier handelt es sich um eine Vorgangsweise, bei dem alle wirtschaftlich, ökologisch und toxikologisch tragbaren Methoden dazu benutzt werden, das Schadensausmaß unter der wirtschaftlichen Schadensschwelle zu halten. Es ist eine Kombination aller Pflanzenschutzmaßnahmen. Damit wird hohe Qualität mit ausreichendem Ertrag gesichert; das Agro-Ökosystem und die Umwelt werden möglichst wenig beeinträchtigt.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Konventioneller_Pflanzenschutz">Konventioneller Pflanzenschutz</h4></div>
<p>Darunter versteht man eine Vorgehensweise beim Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmittel, wo nur mit regelmäßigen vorbeugenden Spritzungen, ohne der Kontrolle der Entwicklung von Krankheiten und Schädlingen und ohne Berücksichtigung der negativen Wirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf das Ökosystem, Pflanzenschutzmaßnahmen gemacht werden (starres kalendarisches Routinespritzprogramm). Diese fast blinde Vorgehensweise, mit dem Ziel eine möglichst totale Vernichtung der Schaderreger zu erreichen, wird heute nicht mehr praktiziert. Heute stehen fast nur mehr Pflanzenschutzmittel zur Verfügung, die für den Integrierten Pflanzenschutz geeignet sind und die den zusätzlichen Zulassungsauflagen entsprechen. In den letzten Jahren wurde eine hohe Anzahl von Pflanzenschutzmitteln entregistriert und alle neu auf den Markt kommenden Pflanzenschutzmitteln erfüllen meist die Auflagen des <i>Integrierten Pflanzenschutzes</i>.
</p><p>Bei allen weinbaulichen Produktionsmethoden werden <i>Pflanzenschutzmittel</i> eingesetzt. Besonders im <a href="%C3%96kologischer_Weinbau" title="Ökologischer Weinbau">ökologischen Weinbau</a> haben <i>Pflanzenstärkungsmittel</i> Bedeutung. Diese können auch bei allen weinbaulichen Produktionsmethoden eingesetzt werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Pflanzenschutzmittel" title="Pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a></i></div>
<p>Pflanzenschutzmittel enthalten chemische oder biologische Wirkstoffe und Zubereitungen (Formulierungen), die dazu bestimmt sind:
</p>
<ul><li>Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse vor Schadorganismen zu schützen oder ihrer Einwirkung vorzubeugen,</li>
<li>unerwünschte Pflanzen (<a href="Unkr%C3%A4uter" class="mw-redirect" title="Unkräuter">Unkräuter</a>) oder Pflanzenteile (Stammaustriebe) zu vernichten.</li></ul>
<p>Pflanzenschutzmittel werden bei allen weinbaulichen Produktionsmethoden eingesetzt, so auch bei <a href="Integrierte_Produktion" title="Integrierte Produktion">Integriertem Weinbau</a>, <a href="Organisch-biologischer_Weinbau" class="mw-redirect" title="Organisch-biologischer Weinbau">Organisch-biologischem Weinbau</a> und <a href="Biologisch-dynamischer_Weinbau" class="mw-redirect" title="Biologisch-dynamischer Weinbau">Biologisch-dynamischem Weinbau</a>.
</p><p>Hinweise dazu finden sich insbesondere in den Artikeln <a href="Insektizid" title="Insektizid">Insektizid</a>, <a href="Fungizid" title="Fungizid">Fungizid</a>, <a href="Bordeauxbr%C3%BChe" title="Bordeauxbrühe">Bordeauxbrühe</a>, <a href="Akarizid" title="Akarizid">Akarizid</a>, <a href="Repellent" title="Repellent">Repellent</a>.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pflanzenstärkungsmittel"><span id="Pflanzenst.C3.A4rkungsmittel"></span>Pflanzenstärkungsmittel</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Pflanzenst%C3%A4rkungsmittel" title="Pflanzenstärkungsmittel">Pflanzenstärkungsmittel</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Applikationstechnik_im_Weinbau">Applikationstechnik im Weinbau</h3></div>
<p>Mit Hilfe verschiedener Applikationsverfahren werden <a href="Pflanzenschutzmittel" title="Pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a> und/oder <a href="Pflanzenst%C3%A4rkungsmittel" title="Pflanzenstärkungsmittel">Pflanzenstärkungsmittel</a> gezielt auf die zu schützenden Pflanzenteile aufgebracht. Dazu werden heute hauptsächlich Gebläsespritzen verschiedener Bauart und Gebläsetechnik, verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schaderreger">Schaderreger</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Rebkrankheiten_und_Sch%C3%A4dlinge_im_Weinbau" title="Rebkrankheiten und Schädlinge im Weinbau">Rebkrankheiten und Schädlinge im Weinbau</a></i></div>
<p><i>Schaderreger</i> sind im weitesten Sinne alle schädlichen Abweichungen vom normalen Verlauf des Lebensprozesses des Rebstockes zu verstehen.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Verursacher können <i>Pilze, Bakterien, Viren, Phytoplasmen, Nährstoffe</i> oder <i>Umweltfaktoren</i> sein. Es gibt eine große Zahl von Krankheitserregern, wovon einige aus Amerika eingeschleppt wurden (<a href="Echter_Mehltau_der_Weinrebe" title="Echter Mehltau der Weinrebe">Oidium</a> (1845), <a href="Reblaus" title="Reblaus">Reblaus</a> (1863), <a href="Falscher_Mehltau_der_Weinrebe" title="Falscher Mehltau der Weinrebe">Peronospora</a> (1878), <a href="Schwarzf%C3%A4ule_der_Rebe" title="Schwarzfäule der Rebe">Schwarzfäule</a> (1885), <a href="Amerikanische_Rebzikade" title="Amerikanische Rebzikade">Amerikanische Rebzikade</a> <i><a href="Scaphoideus_titanus" class="mw-redirect" title="Scaphoideus titanus">Scaphoideus titanus</a></i> – Überträger der <a href="Goldgelbe_Vergilbung" title="Goldgelbe Vergilbung">Goldgelbe Vergilbung</a> <i><a href="Flavescence_dor%C3%A9e" class="mw-redirect" title="Flavescence dorée">Flavescence dorée</a></i> (1949)) oder durch die Klimaveränderung von südlichen Ländern nördlich gewandert (<i>Winden-Glasflügelzikade, Vergilbungskrankheiten, Zikaden, Esca, Eutypiose</i>) sind. Diese Schaderreger müssen mit geeigneten Gegenmaßnahmen reduziert und verhindert werden, wozu es eine Reihe von verschiedenen Bekämpfungsverfahren gibt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Pilzkrankheiten">Pilzkrankheiten</h3></div>
<ul><li><a href="Falscher_Mehltau_der_Weinrebe" title="Falscher Mehltau der Weinrebe">Peronospora (Falscher Mehltau)</a></li>
<li><a href="Echter_Mehltau_der_Weinrebe" title="Echter Mehltau der Weinrebe">Oidium (Echter Mehltau)</a></li>
<li><a href="Botrytis" title="Botrytis">Botrytis</a> – <a href="Grauschimmelf%C3%A4ule" title="Grauschimmelfäule">Grauschimmelfäule</a> siehe auch <a href="Rohf%C3%A4ule" title="Rohfäule">Rohfäule</a></li>
<li><i>Phomopsis viticola</i> (Schwarzfleckenkrankheit)</li>
<li><a href="Roter_Brenner" title="Roter Brenner">Roter Brenner</a></li>
<li><a href="Esca_(Weinbau)" title="Esca (Weinbau)">Esca</a></li>
<li><a href="Schwarzholzkrankheit" title="Schwarzholzkrankheit">Schwarzholzkrankheit</a></li>
<li><a href="Eutypiose" title="Eutypiose">Eutypiose</a></li>
<li><a href="Wurzelf%C3%A4ule" class="mw-redirect" title="Wurzelfäule">Wurzelfäule</a></li>
<li><a href="Schwarzf%C3%A4ule_der_Rebe" title="Schwarzfäule der Rebe">Schwarzfäule der Rebe</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bakterienkrankheiten">Bakterienkrankheiten</h3></div>
<ul><li>Mauke</li>
<li>Essigfäule</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Phytoplasmen">Phytoplasmen</h3></div>
<ul><li><a href="Vergilbungskrankheiten_im_Weinbau" title="Vergilbungskrankheiten im Weinbau">Vergilbungskrankheiten im Weinbau</a></li>
<li><a href="Schwarzholzkrankheit" title="Schwarzholzkrankheit">Schwarzholzkrankheit</a></li>
<li><a href="Goldgelbe_Vergilbung" title="Goldgelbe Vergilbung">Goldgelbe Vergilbung</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Viruserkrankungen">Viruserkrankungen</h3></div>
<ul><li><a href="Reisigkrankheit" title="Reisigkrankheit">Reisigkrankheit</a></li>
<li>Blattrollkrankheit</li>
<li>Marmorierung</li>
<li>Chrommosaik</li>
<li>Viroide</li>
<li>Gelbsprenkelung</li>
<li>Virusähnliche Erkrankungen</li>
<li>Adernmosaik</li>
<li>Adernnekrose</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nährstoffmangelkrankheiten"><span id="N.C3.A4hrstoffmangelkrankheiten"></span>Nährstoffmangelkrankheiten</h3></div>
<p>Besonders ein Mangel von Nährstoffen kann zu Störungen in verschiedenem Ausmaß bei der Entwicklung der Rebe führen. Ertrags- und Qualitätseinbußen sind die Folge.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schädlinge"><span id="Sch.C3.A4dlinge"></span>Schädlinge</h3></div>
<ul><li><a href="Obstbaumspinnmilbe" class="mw-redirect" title="Obstbaumspinnmilbe">Obstbaumspinnmilbe</a> – <a href="Rote_Spinne" title="Rote Spinne">Rote Spinne</a></li>
<li><a href="Gemeine_Spinnmilbe" title="Gemeine Spinnmilbe">Gemeine Spinnmilbe</a> – <a href="Bohnenspinnmilbe" class="mw-redirect" title="Bohnenspinnmilbe">Bohnenspinnmilbe</a></li>
<li><a href="Rebenpockenmilbe" title="Rebenpockenmilbe">Rebenpockenmilbe</a></li>
<li>Kräuselmilbe</li>
<li><a href="Einbindiger_Traubenwickler" title="Einbindiger Traubenwickler">Einbindiger Traubenwickler</a></li>
<li><a href="Bekreuzter_Traubenwickler" title="Bekreuzter Traubenwickler">Bekreuzter Traubenwickler</a> <a href="S%C3%BC%C3%9Fwurm" title="Süßwurm">Süßwurm</a></li>
<li>Springwurmwickler</li>
<li><a href="Rhombenspanner" class="mw-redirect" title="Rhombenspanner">Rhombenspanner</a></li>
<li><a href="Erdraupe" title="Erdraupe">Erdraupen</a></li>
<li><a href="Gefurchter_Dickmaulr%C3%BCssler" title="Gefurchter Dickmaulrüssler">Dickmaulrüssler</a></li>
<li><a href="Rebenstecher" title="Rebenstecher">Rebenstecher</a> (auch Rebstichler oder Rebstecher genannt)</li>
<li><a href="Zikaden" title="Zikaden">Zikaden</a>
<ul><li><a href="Amerikanische_Rebzikade" title="Amerikanische Rebzikade">Amerikanische Rebzikade</a></li>
<li><a href="Winden-Glasfl%C3%BCgelzikade" title="Winden-Glasflügelzikade">Winden-Glasflügelzikade</a></li></ul></li>
<li>Grüne Rebenwanze</li>
<li><a href="Schildl%C3%A4use" title="Schildläuse">Schildläuse</a></li>
<li><a href="Reblaus" title="Reblaus">Reblaus</a></li>
<li><a href="Kirschessigfliege" title="Kirschessigfliege">Kirschessigfliege</a></li>
<li><a href="Wespen" class="mw-redirect" title="Wespen">Wespen</a></li>
<li><a href="Maik%C3%A4fer" title="Maikäfer">Maikäfer</a></li>
<li><a href="Drahtwurm" title="Drahtwurm">Drahtwurm</a></li>
<li><a href="Nematoden" class="mw-redirect" title="Nematoden">Nematoden</a></li>
<li><a href="Fransenfl%C3%BCgler" title="Fransenflügler">Fransenflügler</a> (auch Rebenthrips genannt)</li>
<li><a href="Rebenfallk%C3%A4fer" title="Rebenfallkäfer">Rebenfallkäfer</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sonstige_Schädigungen"><span id="Sonstige_Sch.C3.A4digungen"></span>Sonstige Schädigungen</h3></div>
<ul><li>Stress bei Reben
<ul><li><a href="Abiotische_Umweltfaktoren" title="Abiotische Umweltfaktoren">abiotische Umweltfaktoren</a></li>
<li><a href="Biotische_Umweltfaktoren" title="Biotische Umweltfaktoren">biotische Umweltfaktoren</a></li></ul></li>
<li>Chlorose bei Reben <a href="Chlorose" title="Chlorose">Chlorose</a></li>
<li><a href="Welkekrankheit_(Weinrebe)" title="Welkekrankheit (Weinrebe)">Welkekrankheit (Weinrebe)</a>
<ul><li><a href="Traubenwelke" title="Traubenwelke">Traubenwelke</a></li>
<li><a href="Stiell%C3%A4hme" title="Stiellähme">Stiellähme</a></li></ul></li>
<li><a href="Sonnenbrand_(Weintraube)" title="Sonnenbrand (Weintraube)">Sonnenbrand (Weintraube)</a></li>
<li>Trockenschäden (Weintraube)</li>
<li><a href="Frostsch%C3%A4den_(Weinbau)" title="Frostschäden (Weinbau)">Frostschäden</a></li>
<li><a href="Pflanzenschutz#Abwehr_von_„Schadvögeln“" title="Pflanzenschutz">Schadvögel</a> wie: <a href="Star_(Art)" title="Star (Art)">Star</a>, <a href="Amsel" title="Amsel">Amsel</a></li>
<li><a href="Wildschaden" title="Wildschaden">Wildschaden</a></li>
<li><a href="Hagel" title="Hagel">Hagel</a></li>
<li>Immissionsschäden</li>
<li>Kurztriebigkeit</li>
<li><a href="Verrieselung_(Weinbau)" title="Verrieselung (Weinbau)">Verrieselung (Weinbau)</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Auswirkung_der_globalen_Erwärmung"><span id="Auswirkung_der_globalen_Erw.C3.A4rmung"></span>Auswirkung der globalen Erwärmung</h2></div>
<p>Etwa 90 % der traditionellen Weinregionen in Küsten- und Tieflandgebieten von Spanien, Italien, Griechenland und Südkalifornien könnten durch die vom Menschen verursachten <a href="Globale_Erw%C3%A4rmung" title="Globale Erwärmung">Klimaveränderungen</a> bis zum Ende des Jahrhunderts aufgrund von Trockenheit und häufigeren Hitzewellen verschwinden.<sup id="cite_ref-vanleeuwen2024_23-0" class="reference"><a href="#cite_note-vanleeuwen2024-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gleichzeitig könnten wärmere Temperaturen die Eignung anderer Regionen erhöhen und zur Entstehung neuer Weinregionen, wie im südlichen Vereinigten Königreich, führen.<sup id="cite_ref-vanleeuwen2024_23-1" class="reference"><a href="#cite_note-vanleeuwen2024-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anpassungsmaßnahmen für bestehende Erzeuger umfassen den Wechsel von Pflanzenmaterial (Sorten und Unterlagen), Erziehungssystemen und Weinbergmanagement, doch diese Anpassungen könnten nicht zur Aufrechterhaltung eines wirtschaftlich tragfähigen Weinanbau in allen Bereichen ausreichen.<sup id="cite_ref-vanleeuwen2024_23-2" class="reference"><a href="#cite_note-vanleeuwen2024-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Produktionsmethoden_im_Weinbau">Produktionsmethoden im Weinbau</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Integrierter_Weinbau">Integrierter Weinbau</h3></div>
<p>„<i>Integrierter Weinbau</i>“ ist eine Produktionsmethode<sup id="cite_ref-Weinbaubuch_24-0" class="reference"><a href="#cite_note-Weinbaubuch-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> für die wirtschaftliche Erzeugung von qualitativ hochwertigen Trauben, Wein und anderen Traubenprodukten. Der Schutz der menschlichen Gesundheit, die Schonung der Produktionsgrundlagen und der Umwelt stehen im Vordergrund. Entstanden ist die <a href="Integrierte_Produktion" title="Integrierte Produktion">Integrierte Produktion</a> aus dem <a href="Integrierter_Pflanzenschutz" title="Integrierter Pflanzenschutz">Integrierten Pflanzenschutz</a>. Der damals zunehmende Einsatz von Pflanzenschutzmitteln brachte in den 1980er-Jahren zunehmend Probleme. Mit wissenschaftlichen Untersuchungen wurden die Nebenwirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf das Ökosystem untersucht und in der Folge nach ihrer Nützlingsschädigung bewertet. Durch die Gesamtbetrachtung des Agro-Ökosystems Weingarten wurden alle Pflegemaßnahmen in die „Integrierte Produktion“ einbezogen.<sup id="cite_ref-Bauer_S406_25-0" class="reference"><a href="#cite_note-Bauer_S406-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für die Weinerzeugung gilt das „Weingesetz“ des betreffenden Staates.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Organisch-biologischer_Weinbau">Organisch-biologischer Weinbau</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Organisch-biologischer_Weinbau" class="mw-redirect" title="Organisch-biologischer Weinbau">Organisch-biologischer Weinbau</a></i></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Verordnung_(EG)_Nr._834/2007_(%C3%96ko-Verordnung)" class="mw-redirect" title="Verordnung (EG) Nr. 834/2007 (Öko-Verordnung)">Verordnung (EG) Nr. 834/2007 (Öko-Verordnung)</a>, <a href="Anbauverband" title="Anbauverband">Anbauverband</a> und <a href="Bio_Ernte_Austria" class="mw-redirect" title="Bio Ernte Austria">Bio Ernte Austria</a></div>
<p>Wichtigstes Charakteristikum der biologischen Landwirtschaft ist die ganzheitliche Betrachtung des landwirtschaftlichen Betriebes. Die biologische Bewirtschaftung soll durch die Pflege der Bodenfruchtbarkeit ein intaktes Ökosystem Boden zur Folge haben, aus dem die Pflanzen ihre Nährstoffe beziehen können. Natürliche Lebensprozesse sollen gefördert und Stoffkreisläufe weitgehend geschlossen werden.<sup id="cite_ref-Weinbaubuch_24-1" class="reference"><a href="#cite_note-Weinbaubuch-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er wird auch als Biologischer Weinbau oder <i>Bioweinbau</i> bezeichnet. Das Produkt dieser Anbaumethoden bezeichnet man als Wein aus Trauben aus biologischem und ökologischem Anbau, da sich die Anbauregelung nur auf die Traubenproduktion bezieht.
</p><p>2012 wurden die Durchführungsvorschriften für die ökologische/biologische Weinbereitung ergänzt.
Der Begriff „Bio“ ist gesetzlich geschützt und jeder Wein aus biologischem Anbau, der als solches vermarktet und beworben wird, muss deutlich gekennzeichnet sein durch den Hinweis „aus ökologischem Anbau“ oder „aus biologischer Landwirtschaft“ und durch die Bio-Kontrollstelle (namentlich angeführt und/oder die Kontrollnummer). Der Begriff „Biowein“ oder „Ökowein“ ist verpflichtend mit dem <a href="Bio-Siegel" title="Bio-Siegel">EU Bio-Logo</a> am Etikett zu kennzeichnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Biologisch-dynamischer_Weinbau">Biologisch-dynamischer Weinbau</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="%C3%96kologischer_Weinbau#Biologisch-dynamischer_Weinbau" title="Ökologischer Weinbau">Biologisch-dynamischer Weinbau</a></i></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Biologisch-dynamische_Landwirtschaft" title="Biologisch-dynamische Landwirtschaft">Biologisch-dynamische Landwirtschaft</a></div>
<p>Der „biologisch-dynamische Weinbau“ ist eine Form der organisch-biologischen Produktionsmethode und der in Teilen auch eine gewisse <a href="Weltanschauung" title="Weltanschauung">Weltanschauung</a> zugrunde liegt. Der biologisch-dynamische Weinbau hat seine Ursprünge in der 1924 gehaltenen Vortragsreihe <i>„Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft“</i> von <a href="Rudolf_Steiner" title="Rudolf Steiner">Rudolf Steiner</a>.
</p><p>Die <i>anthroposophische</i> (oft: „ganzheitliche“) Betrachtung des „biologisch-dynamischen“ Betriebes ist Ziel dieser Produktionsmethode. Diese schließt nur in der historischen Lehre die ganzheitliche Einwirkung <a href="Okkultismus" title="Okkultismus">okkulter</a> <i>kosmischer Kräfte</i> auf die Organismen ein,<sup id="cite_ref-Weinbaubuch_24-2" class="reference"><a href="#cite_note-Weinbaubuch-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-PTreue_27-0" class="reference"><a href="#cite_note-PTreue-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Kirchmann_28-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kirchmann-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> erfüllt allerdings auch wesentliche wissenschaftliche Forderungen, um den Weinbau nachhaltiger zu gestalten. Die „biologisch-dynamische“ Produktionsmethode ist seit 1924 Bestandteil des ökologischen Demeter-<a href="Anbauverband" title="Anbauverband">Anbauverbandes</a> und des heute international geschützten Markenzeichens „<a href="Demeter_(Deutschland)" title="Demeter (Deutschland)">Demeter</a>“ (ab 1928) sowie des Markenzeichens „Biodyn“, beide aus dem Umfeld der <a href="Anthroposophie" title="Anthroposophie">Anthroposophie</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Unterschiede_in_der_Artenvielfalt">Unterschiede in der Artenvielfalt</h3></div>
<p>Die Weingartenbewirtschaftung hat das Ziel, im Ökosystem Weingarten eine möglichst große Artenvielfalt zu erreichen, um die Monokultur der Rebe und deren negative Auswirkungen möglichst abzuschwächen, durch die hohe Zahl verschiedener Arten der Flora und Fauna Nützlinge zu begünstigen bzw. deren Lebensraum zu verbessern und zu erhalten. Biologisch wirtschaftende Betriebe behaupten, dass sie das im Besonderen tun und damit bestimmte Pflanzenschutzbehandlungen reduzieren können. Integriert wirtschaftende Betriebe verwenden auch in dieser Richtung entsprechende Maßnahmen. Unterschiede bei den verschiedenen Produktionsformen konnten bei einer Studie in der Schweiz nicht festgestellt werden.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Weingärten, in denen die Richtlinie für ökologische Produktion eingehalten werden, kommen nicht mehr Tier- und Pflanzenarten vor, als in solchen, die nach den Kriterien der „Integrierten Produktion im Weinbau“ bewirtschaftet werden. In Deutschland (<a href="Forschungsanstalt_Geisenheim" title="Forschungsanstalt Geisenheim">Forschungsanstalt Geisenheim</a>) wurde 2008 und 2009 bei einem Systemvergleich, wobei die integrierte Variante mit einer Gräsermischung und die beiden biologischen Varianten mit einer artenreichen Mischung begrünt waren, ein Unterschied der Bewirtschaftungsvarianten festgestellt. Die Biovarianten zeigen keine Unterschiede im Arthropodenspektrum. Die Bodenbegrünung ist dabei der entscheidende Faktor und wirkt sich auf die Biodiversität im Weinberg und auf das Auftreten von Nützlingen aus.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wo nur möglich wird heute bei allen weinbaulichen Bewirtschaftungsformen eine artenreiche Begrünung ausgesät. Erst der blühende Begrünungsbestand fördert die Arthropodenfauna. Nachteilig dabei ist, dass blühende Pflanzen einen höheren Wasserbedarf haben. Dies kann sich, in den niederschlagsarmen Anbaugebieten, nachteilig auf die Rebstockentwicklung auswirken.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nachhaltigkeit_im_Weinbau">Nachhaltigkeit im Weinbau</h3></div>
<p>Eine nachhaltige Produktion im engeren Sinn kommt den Bedürfnissen der heutigen Generation nach, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen einzuschränken, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Nachhaltigkeit im engeren Sinne ist im Weinbau nicht möglich. Der Weinbau ist durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, organischen und mineralischen Düngern und hohem Pflegeaufwand mit Maschineneinsatz eine sehr intensive Form der Landwirtschaft. Sie verursacht einen hohen fossilen Energie- und bei Bewässerung auch Wasseraufwand. Der Weinbau ist definitorisch daher nicht nachhaltig. Aus ethischer Perspektive kommt erschwerend hinzu, dass fossile Ressourcen und Pestizide nicht für ein Nahrungs-, sondern für ein Genussmittel aufgewendet werden.
</p><p>Allerdings kann der Weinbau auf einer gedachten Skala nachhaltiger oder weniger nachhaltig ausgerichtet sein. Ziel eines nachhaltigeren Weinbaus ist eine möglichst ressourcenschonende und emissionsarme Produktion. Bei ganzheitlicher Betrachtung gehören zu einem nachhaltigeren Weinbau auch die anschließenden Verarbeitungs- und Vertriebsketten und schließlich auch die Konsumenten.
</p><p>Mit Ende der 1980er-Jahre wurde durch die verstärkte Umsetzung der nützlings- und umweltschonenden Produktionsmethoden, wie dem „Integrierte Weinbau“, dem „Organisch-biologischen Weinbau“ und dem „Biologisch-dynamischen Weinbau“ in den Weingärten bereits mit einer nachhaltigeren Produktion begonnen. Die weinbaulichen Produktionsmethoden sind keine statischen Methoden, sondern befinden sich in ständiger Weiterentwicklung.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit wurden in Pilotprojekten versucht: Beispiele sind etwa die Kombination mit einer Wertholzproduktion.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch der Einsatz von <a href="Schafe_im_Weinbau" title="Schafe im Weinbau">Schafen im Weinbau</a> bzw. Weinberg wäre ein praktikables Doppelnutzungssystem und würde die Flächennutzungseffizienz und Biodiversität steigern. Allerdings bestehen bei Pestizideinsatz nicht tolerable tiermedizinische Risiken und Forschungslücken, die dieses Nutzungssystem zeitlich-räumlich stark einschränken.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sehr positive Ergebnisse kann die Einsaat heimischer Wildkräuter für den Artenschutz generieren.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Drei-S%C3%A4ulen-Modell_(Nachhaltigkeit)" title="Drei-Säulen-Modell (Nachhaltigkeit)">Drei-Säulen-Modell (Nachhaltigkeit)</a> und <a href="Nachhaltigkeit" title="Nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="CO₂-Fußabdruck"><span id="CO.E2.82.82-Fu.C3.9Fabdruck"></span>CO₂-Fußabdruck</h3></div>
<p>Die globale Erwärmung und die Auswirkungen auf den Weinbau bedürfen einer Anpassung bei der Produktion. Die Produktion sollte ihrerseits die verschiedenen Emittenten von <a href="Treibhausgas" title="Treibhausgas">Treibhausgasen</a> berücksichtigen und reduzieren. In mehreren Ländern beschäftigt man sich bereits mit diesem Problem und erfasst in Modellregionen die Zusammenhänge und den <i><a href="CO2-Bilanz" title="CO2-Bilanz">CO₂-Fußabdruck</a></i> (englisch <i>carbon footprint</i>).
</p>
<p>Bei einem Projekt im <a href="Weinbaugebiete_in_%C3%96sterreich#Traisental" class="mw-redirect" title="Weinbaugebiete in Österreich">Traisental</a> wurde die Prozesskette analysiert und auf Grund der Ergebnisse jene Bereiche identifiziert, die den größten Einfluss auf den CO₂-Fußabdruck hatten. Als funktionelle Einheit wurde 1 Liter Wein festgelegt. Die Untersuchung umfasste die Prozessschritte Weingarten, Weinerzeugung, Verpackung, Abfälle und Vertrieb.<sup id="cite_ref-BurgerOmann_36-1" class="reference"><a href="#cite_note-BurgerOmann-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Laufe der Traubenproduktion im Weingarten, der Weinherstellung im Keller inklusive Abfälle und der Abfüllung eines durchschnittlichen Weines werden bis zum Verlassen des Weinkellers rund 1,7 kg CO₂ emittiert. Für den Transport zum Verbraucher kommen noch rund 0,2 kg CO₂ pro Liter dazu.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Ergebnis der Gesamtanalyse hat ergeben, dass pro Hektar Weingarten durchschnittlich 2,4 t CO₂-Äquivalente emittiert werden. Von dieser Menge stammen rund drei Viertel aus den indirekten Treibhausgas-Emissionen sowie den Verbrennungsemissionen und ein Viertel aus Bodenemissionen. Einsparungen sind praktisch in allen Betrieben möglich.
</p><p>Die größten Einsparungsmöglichkeiten im Weingarten sind:
</p>
<ul><li>Bodenschonende Bodenbearbeitung durch Minimierung der Anzahl der mechanischen Bodenbearbeitungsgänge zur Erhöhung der Kohlenstoffsenken-Funktion der Weingartenböden,</li>
<li>Nutzung organischer Dünger und sparsamer Umgang, idealerweise Beendigung der Gabe von mineralischem Stickstoffdünger, für <a href="Haber-Bosch-Verfahren" title="Haber-Bosch-Verfahren">dessen Herstellung</a> viel Energie benötigt wird,</li>
<li>Nutzung von Pflanzenschutz-Warnmodellen zur Optimierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln zur Verbesserung der Effektivität der Maßnahmen,</li>
<li>Pflanzung von pilzwiderstandsfähigen Sorten, die weniger Spritzmitteleinsatz erfordern,</li>
<li>prinzipiell möglichst wenige Überfahrten für die Bearbeitung.</li></ul>
<p>Im Keller verursacht die Verpackung den größten Anteil zur Gesamtemission. Überragenden Anteil hat die Herstellung der Glasflasche. Glasflaschen sind insbesondere dann problematisch, wenn keine Mehrwegsystem realisiert ist, was noch die Regel ist. Alternative Weinverpackungen sind diesbezüglich deutlich besser zu bewerten (z. B.: <a href="Bag-in-Box" title="Bag-in-Box">Bag-in-Box</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ausbildungsmöglichkeiten_für_Weinbau_und_Kellerwirtschaft"><span id="Ausbildungsm.C3.B6glichkeiten_f.C3.BCr_Weinbau_und_Kellerwirtschaft"></span>Ausbildungsmöglichkeiten für Weinbau und Kellerwirtschaft</h3></div>
<p>Die Ausbildungsmöglichkeiten im Weinbau und der Kellerwirtschaft kann in den angeführten deutschsprachigen Ländern in Landwirtschaftlichen Fachschulen (Weinbauschulen), Fachmittelschulen sowie Fachhochschulen und an Universitäten erfolgen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschland_2">Deutschland</h3></div>
<dl><dt>Baden-Württemberg</dt></dl>
<ul><li><a href="Universit%C3%A4t_Hohenheim" title="Universität Hohenheim">Universität Hohenheim</a></li>
<li><a href="Hochschule_Heilbronn" title="Hochschule Heilbronn">Hochschule Heilbronn</a></li>
<li><a href="Staatliche_Lehr-_und_Versuchsanstalt_f%C3%BCr_Wein-_und_Obstbau_Weinsberg" title="Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg">Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg</a><sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<dl><dt>Bayern</dt></dl>
<ul><li><a href="Bayerische_Landesanstalt_f%C3%BCr_Weinbau_und_Gartenbau" title="Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau">Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau</a></li></ul>
<dl><dt>Hessen</dt></dl>
<ul><li><a href="Hochschule_Geisenheim_University" class="mw-redirect" title="Hochschule Geisenheim University">Hochschule Geisenheim University</a> gemeinsam mit der <a href="Forschungsanstalt_Geisenheim" title="Forschungsanstalt Geisenheim">Forschungsanstalt Geisenheim</a></li></ul>
<dl><dt>Rheinland-Pfalz</dt></dl>
<ul><li><a href="Weincampus_Neustadt" title="Weincampus Neustadt">Weincampus Neustadt</a></li>
<li>Weinbauausbildung am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz, Mußbach – Neustadt an der Weinstraße<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>DLR <a href="Dienstleistungszentrum_L%C3%A4ndlicher_Raum" title="Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum">Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum</a><sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Fachhochschule – Weinbau<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Deutsche_Weinakademie" class="mw-redirect" title="Deutsche Weinakademie">Deutsche Weinakademie</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schweiz_2">Schweiz</h3></div>
<ul><li>Bereich Weinbau an der <a href="Hochschule_W%C3%A4denswil" class="mw-redirect" title="Hochschule Wädenswil">Hochschule Wädenswil</a><sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="%C3%89cole_d%E2%80%99ing%C3%A9nieurs_de_Changins" title="École d’ingénieurs de Changins">École d’ingénieurs de Changins</a> mit Studienrichtung Oenologie<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Österreich_2"><span id=".C3.96sterreich_2"></span>Österreich</h3></div>
<dl><dt>Wien</dt></dl>
<ul><li><a href="Universit%C3%A4t_f%C3%BCr_Bodenkultur" class="mw-redirect" title="Universität für Bodenkultur">Universität für Bodenkultur</a>,<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Studium in Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft</li></ul>
<dl><dt>Niederösterreich</dt></dl>
<ul><li><a href="H%C3%B6here_Bundeslehranstalt_und_Bundesamt_f%C3%BCr_Wein-_und_Obstbau" title="Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau">Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau</a><sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Weinbauschule_Krems" title="Weinbauschule Krems">Weinbauschule und Weinmanagement Krems</a><sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Landwirtschaftliche Fachschule und AGRO-HAK <a href="Mistelbach_(Nieder%C3%B6sterreich)" title="Mistelbach (Niederösterreich)">Mistelbach</a><sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Landwirtschaftliche Fachschule <a href="Hollabrunn" title="Hollabrunn">Hollabrunn</a><sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<dl><dt>Burgenland</dt></dl>
<ul><li><a href="Fachhochschulstudieng%C3%A4nge_Burgenland" class="mw-redirect" title="Fachhochschulstudiengänge Burgenland">Fachhochschulstudiengänge Burgenland</a><sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Fachschule Eisenstadt<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Master of Wine</li>
<li><a href="Weinakademiker" title="Weinakademiker">Weinakademie Österreich</a><sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in <a href="Rust_(Burgenland)" title="Rust (Burgenland)">Rust</a> und Außenstelle in <a href="Krems_an_der_Donau" title="Krems an der Donau">Krems an der Donau</a></li></ul>
<dl><dt>Steiermark</dt></dl>
<ul><li>Weinbauschule <a href="Silberberg_(Kogelberg)" class="mw-redirect" title="Silberberg (Kogelberg)">Silberberg</a><sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Italien">Italien</h3></div>
<dl><dt>Südtirol</dt></dl>
<ul><li>Fachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau Laimburg<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Fach Oberschule für Landwirtschaft in Auer<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="OIV" class="mw-redirect" title="OIV">Internationales Weinamt</a> = <a href="Internationale_Organisation_f%C3%BCr_Rebe_und_Wein" title="Internationale Organisation für Rebe und Wein">Internationale Organisation für Rebe und Wein</a></li>
<li><a href="Internationaler_Arbeitskreis_f%C3%BCr_Bodenbewirtschaftung_und_Qualit%C3%A4tsmanagement_im_Weinbau" title="Internationaler Arbeitskreis für Bodenbewirtschaftung und Qualitätsmanagement im Weinbau">Internationaler Arbeitskreis für Bodenbewirtschaftung und Qualitätsmanagement im Weinbau</a></li>
<li><a href="Wortatlas_der_kontinentalgermanischen_Winzerterminologie" title="Wortatlas der kontinentalgermanischen Winzerterminologie">Wortatlas der kontinentalgermanischen Winzerterminologie</a></li>
<li><a href="Weinsprache" title="Weinsprache">Weinsprache</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weinbau_allgemein">Weinbau allgemein</h3></div>
<ul><li><a href="Karl_Bauer_(Weinbau)" title="Karl Bauer (Weinbau)">Karl Bauer</a>, <a href="Ferdinand_Regner" title="Ferdinand Regner">Ferdinand Regner</a>, Barbara Friedrich: <i>Weinbau.</i> 12. aktualisierte Auflage. avBuch, Wien 2018, ISBN 978-3-8404-8503-9.</li>
<li>Edgar Müller, Hans-Peter Lipps, Oswald Walg: <i>Weinbau.</i> 3. Auflage. Eugen Ulmer, 2008, ISBN 978-3-8001-1241-8.</li>
<li>Oswald Walg: <i>Taschenbuch der Weinbautechnik.</i> 2. Auflage. Fachverlag Fraund, 2007, ISBN 978-3-921156-78-0.</li>
<li>Karl Bauer, Rudolf Fox, Bernd Ziegler: <i>Moderne Bodenpflege im Weinbau.</i> Eugen Ulmer und Österreichischer Agrarverlag, 2004, ISBN 3-7040-2009-5, D ISBN 3-8001-4608-8.</li>
<li>Dieter Hoppmann: <i>Terroir, Wetter – Klima – Boden.</i> Verlag Ulmer, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8001-5317-6.</li>
<li><a href="Michael_Matheus" title="Michael Matheus">Michael Matheus</a>: <i>Historische Dimensionen des Weinbaus</i>. In: <i>Vom Wein zum Wörterbuch – Ein Fachwörterbuch in Arbeit. Beiträge des Internationalen Kolloquiums im Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern</i>, 8./9. März 2002 (Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Abhandlungen der Geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse, Einzelveröffentlichungen Nr. 10), hrsg. von M. Besse, W. Haubrichs und R. Puhl, Stuttgart 2004, S. 237–273, ISBN 978-3515086059, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.academia.edu/40523631/Historische_Dimensionen_des_Weinbaus">Online</a>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rebsorten_2">Rebsorten</h3></div>
<ul><li><a href="Hans_Ambrosi" title="Hans Ambrosi">Hans Ambrosi</a>, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Erst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schuhmann: <i>Farbatlas Rebsorten.</i> 3. Auflage. Eugen Ulmer, 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Krankheiten,_Schädlinge,_Nützlinge"><span id="Krankheiten.2C_Sch.C3.A4dlinge.2C_N.C3.BCtzlinge"></span>Krankheiten, Schädlinge, Nützlinge</h3></div>
<ul><li>Horst Diedrich Mohr: <i>Farbatlas Krankheiten, Schädlinge und Nützlinge an der Weinrebe</i>. Eugen Ulmer, 2005, ISBN 3-8001-4148-5.</li>
<li>Helga Reisenzein, Friedrich Polesny, Erhard Höbaus: <i>Krankheiten, Schädlinge und Nützlinge im Weinbau.</i> 5. Auflage. Österreichischer Agrarverlag, Wien 2008, ISBN 978-3-7040-2319-3.</li>
<li>Blümel, Fischer-Colbrie, Höbaus: <i>Nützlinge</i>. Österreichischer Agrarverlag, Wien 2006, ISBN 3-7040-2182-2.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Biologischer_Weinbau">Biologischer Weinbau</h3></div>
<ul><li>Ilse Maier: <i>Praxisbuch Bioweinbau</i>. Österreichischer Agrarverlag, Wien 2005, ISBN 3-7040-2090-7.</li>
<li>Uwe Hofmann, Paulin Köpfer, Arndt Werner: <i>Ökologischer Weinbau</i>. Eugen Ulmer, 1995, ISBN 3-8001-5712-8.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weinbaulexika">Weinbaulexika</h3></div>
<ul><li><a href="Jancis_Robinson" title="Jancis Robinson">Jancis Robinson</a>: <i>Das Oxford Weinlexikon.</i> 3. Auflage. Hallwag, 2006, ISBN 3-8338-0691-5.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://wdw.uni-trier.de/onlinewb/">Wörterbuch der deutschen Winzersprache</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Viticulture?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Weinbau</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Weinbau" class="extiw external" title="wikt:Weinbau">Wiktionary: Weinbau</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=4065136-8">Literatur von und über Weinbau</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://rebschutzdienst.at/">Krankheiten, Schädlinge und Sonstige Schädigungen im Weinbau</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.rebschutzdienst.at/index.php?option=com_content&view=article&id=81&Itemid=99">Webseite des Intern. Arbeitskreises für Bodenbewirtschaftung und Qualitätsmanagement im Weinbau</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.der-winzer.at/index.php?id=2500,4805655">Biologischer WB, Biologisch dynamischer Weinbau und Integrierter Weinbau im Vergleich</a></li></ul>
<p><b>Weinbauverbände, Organisationen, Marketing</b>
</p>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.der-winzer.at/">Österreichischer Weinbauverband</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.weinausoesterreich.at/">Österreichische Weinmarketiggesellschaft – ÖWM</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://deutscher-weinbauverband.de/">Deutscher Weinbauverband</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutscheweine.de/">Deutsches Weininstitut</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.swisswine.com/de">Swiss Wine Promotion</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.suedtirolerwein.com/">Südtiroler Wein</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fws.it/">Freie Weinbauern Südtirol</a></li></ul>
<p><b>Fachzeitschriften</b>
</p>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.der-deutsche-weinbau.de/"><i>Der deutsche Weinbau</i></a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.weinwirtschaft.de/"><i>Die Weinwirtschaft</i></a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.rebeundwein.de/TUlEPTU0NzkmI1VJRCMmTUlEPTUwNzI5.html?UID=B3110276E8EC3DAF7F24BF2A3BB7B8E15C3BB02F1F63FECC"><i>Rebe & Wein</i></a></li>
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Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4065136-8">4065136-8</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh85144017">sh85144017</a></span> </div>
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